Lernen in Gruppen

Eintrag von Claudia am 24.09.2012 | 2 Kommentare

In meiner Arbeit als Leiterin von Weiterbildungskursen begegnen mir Menschen, für die Lernen bedeutet, Wissen anzusammeln. Sie erwarten, dass ich Inhalte in Form von Vorträgen liefere, und sind irritiert, wenn nach mehreren Stunden des gemeinsamen Arbeitens kein „abrechenbares Ergebnis“ da ist. „Es ist ja noch nichts richtiges passiert, aber zum Glück ist die Gruppe sehr sympatisch“, höre ich dann manchmal. Zeit, die ich brauche, um mich in der Gruppe zu orientieren und mich im Thema zu verorten, empfinden sie als verschenkt. Kennen Sie das auch? Was ist für Sie „Lernen“? Haben Sie schon Wege gefunden, damit Menschen sich im Vorfeld (z.B. aufgrund eines Einladungstextes) auf entdeckendes Lernen einstellen können?

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Kommentare

  • "Entdeckendes Lernen" ist ein sich entwickelnder Prozess zu dem Sie Inputs und Anregungen, gar Anleitungen und Übungen liefern können. Dieser Prozess kann beim nur Einzelnen entstehen, wenn er willens ist, offen für das was in diesem Workshop kommt und sich uneingeschränkt auf die kommenden Stunden oder Tage des Workshops einlässt. Es gibt schliesslich für keinen Kurs Patentrezepte sondern nur individuelle Lösungen für jeden Einzelnen, die er für sich mitnimmt.
    Vielleicht dienen in Ihrer Ausschreibung ein paar "irreführende Aussagen" fürs Verständnis.
    Was biete ich Ihnen nicht: "Patentrezepte", "Wunder" ... etc.

    Erstellt von Andrea, 05/10/2012 7:38am (vor 8 Monat)

  • "die Gruppe ist sehr sympatisch" - da werde ich aufmerksam: das könnte bedeuten, dass es "flach" bleibt und somit wenig Auseinandersetzung mit meinem Gegenüber stattfindet. Doch woher sollen dann Meinungen, Erkenntnisse usw. fliessen?

    Erstellt von Michael, 29/09/2012 4:10pm (vor 8 Monat)

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